Bei dem Projekt handelt es sich um den Siegerbeitrag zum Wettbewerb "Mut zur Lücke - Mut zu Neuem" in der Welterbestadt Quedlinburg. Ziel des Wettbewerbes war die Schaffung von zeitgemäßem, barrierefrei erschlossenem Wohnraum und Parkflächen in einem historisch geprägten Umfeld aus Fachwerkarchitektur.

Das Haus nimmt den freigewordenen Platz seiner Vorgänger ein. Grundbedingung für eine (zer)störungsfreie Integration des Neubaus ist die akribische Wiederherstellung des Stadtgrundrisses sowie der Ansichten- und Dachstaffelungen entlang des Straßenraumes. Mit dem Hochpunkt zur Kreuzung und der Wiederherstellung der Gasse, ist das inhärente Stadtbild wieder lebendig. 
Der Quedlinburger Materialmix aus Holz, Mauerwerk und Dachziegel sowie der Wechsel aus breiten und schmalen Häusern, die Ausformung von Sockel oder Sockelgeschoss, die Höhenversprünge und  abwechselnde Dachneigungen und Firsthöhen werden aufgenommen und neu interpretiert. Auch unterschiedliche Füllungen, Flächen und Fensterordnungen wiederholen sich in dieser Varianz. Ein System, welches selbst die immer mal wiederkehrenden Störungen absorbiert wird sensibel weitergeführt.

 

Bei dem Projekt handelt es sich um einen Wettbewerbsbeitrag für eine Genossenschaft in Halle (Saale), deren Gartensiedlungswohnungen aus den 20er Jahren sich großer Beliebtheit erfreuen. Die typische Zweispänner-Lösung wurde für die neu zu planende Bebauung von 7 Häusern mit 70 Wohneinheiten aufgenommen und den heutigen Bedürfnissen angepasst. Dabei entstehen konsequent barrierefreie Wohnungen, die aufgrund von Tiefgarage, Aufzug und vielfältigen Freisitzen ein hohes Maß an Komfort bieten.
Ein Mix aus Zwei- und Dreizimmerwohnungen in den Erd- und Obergeschossen, ergänzt um familienfreundliche Vierzimmerwohnungen in den Dachgeschossen, nutzt die Ausrichtung zur Südseite für tiefe Grundrisse mit der Möglichkeit des „Durchwohnens“ im Sinne eines „Durchlüftens“ über die straßenseitigen Küchen. So gibt es keine innenliegenden Bäder oder Küchen oder nur einseitig belichtete Grundrisse.
Obwohl auch in der Gestaltung Adaptionen aus der 20er-Jahre-Bebauung übernommen werden, zeigt sich die Neubebauung als selbstbewusster zeitgenössischer Stadtbaustein in hellem Putz und Klinker.

Weitere Informationen über die Arbeit der däschler architekten & ingenieure gmbh (Halle/Saale) erhalten Sie auf der Webseite! Das GRAPHISOFT Center Südost betreut dieses Büro seit 2014. Wir bedanken uns für das zur Verfügung gestellte Bildmaterial.

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